Kapitel 8

Winzer und Pädagogen.

Ludwig Biebl, Wirt des Gasthaues „Mariandl“ in Spitz, mit einer Figur, die bei Köchen vertrauen erweckt und gute Arbeit verspricht, las aus „Hömbergs Lukullischer Schatztruhe“, über die kulinarischen Gewohnheiten der großen Philosophen. Immanuel Kant aß mindestens drei Mal in der Woche Kabeljau und reimte: „Was ich hier an der Jabel kau, das ist bestimmt ein Kabeljau.

Fremde Gegenden lernt man am schnellsten durch ihre Küche kennen. Die Tische in der Wachau sind reich gedeckt. Berühmt sind die Wachauer Marillen, frische Donaufische, Köstlichkeiten aus Wald und Feld, und natürlich die Weine. Als Kaiser Franz-Joseph I. im Wien der vorletzten Jahrhundertwende bei einem Ball ein Glas Wachauer Wein kredenzt wurde, sagte er: „Ich hätte nicht gedacht, dass es in meinen Ländern so guten Wein gibt.“.

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(* weiter in Kapitel 9)