44/09 Staudengärtnerinnen lesen.

Karel Capek - Das Jahr des GaertnersStefanie Fehrmann liest zwischen Kakteen und anderen sukkulenten Pflanzen Amerikas aus „Das Jahr des Gärtners“ von Karel Capek. Es ist eine Liebeserklärung an den gärtnernden Teil der Menschheit. Karel Capek betrachtet die stets wiederkehrenden Arbeiten des Bestellens, Kultivierens und Erntens. Er weiß um die Sehnsüchte derer, die ein Stück Land bebauen, und kennt ihre Eigenarten, ja Absonderlichkeiten. Was in seinem literarischen Garten vor allem gedeiht, sind die Gewächse Humor und Ironie.
Ephraim Kishon - Auch die Waschmaschine ist nur ein MenschVerena Stephan-Haserick liest im Großen Tropenhaus im Bereich „Afrika humid“ aus „Auch die Waschmaschine ist nur ein Mensch“ von Ephraim Kishon. Ephraim Kishon hat wie kein anderer nach dem Dritten Reich die jüdische Kultur wieder zurück nach Deutschland gebracht. Der Mann, dessen engste Familie zwar den Holocaust überlebte, der jedoch auch von KZ und Nazi-Verfolgung geprägt wurde, war in Deutschland beliebter als jeder andere jüdische Künstler. Ihn freute es, dass die „Kinder seiner Henker“ ihn so verehrten.

Diese Woche lesen Staudengärtnerinnen des Botanischen Gartens in Berlin-Dahlem.

Dort gibt es die ganze Welt: den Sibirischen Wald und die Gebirgswälder des Himalaja, die Mittelamerikanische Langgras- und Kurzgras-Prairie, den Pontischen und den Hyrcanischen Wald, die Atlantische Heide, die Namib-Wüste, die altweltlichen und die amerikanischen Tropen, den Amazonas und den ganzen Rest.

Im Botanischen Garten kann man durch die ganze Welt spazieren. Gerade im Herbst ist das Balsam für die Seele.

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