20/10 Schwules Museum liest.
Detlev Pusch liest aus „Die Geschichte der Empfindlichkeit. Paralipomena I/1. Homosexualität und Literatur I: Polemiken“ von Hubert Fichte, weil der Schriftsteller das Thema „Homosexualität“ in seinen Werken zu einer Zeit behandelt hat, als das in der Öffentlichkeit und der Literatur noch nicht üblich war.
Patrick Wielowiejski liest aus „Nansen und Johansen“ von Klaus Rifbjerg, weil er sich gerade mit dem Thema „Männliche Bisexualität in der skandinavischen Literatur“ befasst. Das Buch erzählt die Geschichte von Hjalmar Johansen, der bei Fridtjof Nansen auf der “Fram” anheuert und eine Affäre mit dem Polarforscher beginnt.
Anne Schwietzer liest aus dem „Irischen Tagebuch“ von Heinrich Böll, weil sie in Irland studiert und gelebt hat und das Land wichtig für sie ist. Das Buch wird oft als die “schönste Liebeserklärung an ein Land” bezeichnet.
Thomas Weins liest aus seinem Roman „total perfekt alles“, in dem er das Leben am Rand beschreibt. Weins entführt in die nonkonforme Welt der Bauwagenszene, deren Helden ihre rabiaten Existenznöte mit Drogen und Musik und Sex bekämpfen.
Das Schwule Museum in Berlin-Kreuzberg hat sich der Erforschung schwulen Lebens in all seinen Facetten verschrieben. Seit 25 Jahren sammelt und archiviert es Materialien und Dokumente, die das Bild der Homosexuellen in der Geschichte und der Gesellschaft wiedergeben.
In Zukunft wird das Museum den Fokus seiner Sammeltätigkeit erweitern und jede Art nicht-heterosexuellen Lebens dokumentieren.
Dieser Beitrag wurde vor am Sonntag, 23. Mai 2010 um 16:01 Uhr veröffentlicht und unter Allgemein, Startseitenbeitrag gespeichert.Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen. Kommentare sind momentan deaktiviert, aber Sie können einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.