Kapitel 19

Typisch Wachau.

Was ist typisch für die Wachau?

Der Wein. – Die ältesten Zeugnisse des Weinbaus stammen aus Mesopotamien. Experten schließen aus Pressrückständen vergorener Trauben, dass dort schon vor 10 000 Jahren Wein gekeltert wurde. Um 750 v. Chr. brachten die Illyrer und die Kelten den Weinbau in die Wachau. Erst nachdem das Weinanbauverbot nördlich der Alpen 280 n. Chr. aufgehoben wurde, entstand in der Wachau eine blühende Weinkultur.

Die Marille. – Auf lateinisch heißt die Frucht „Prunum Armeniacum“ – armenische Pflaume. „Marille“ geht über das italienische „armellino“ auf diesen lateinischen Namen zurück. Die Aprikose war in Armenien schon in der Antike bekannt und wird dort schon so lange angebaut, dass häufig angenommen wird, dass dies ihre ursprüngliche Heimat sei. Genetiker lokalisieren den Ursprung der Frucht in China, und wiederum andere Quellen besagen, dass die Aprikose zuerst vor 5000 Jahren in Indien kultiviert worden sei. In der Wachau ist der Name „Marille“ erstmals um 1509 nachgewiesen.

Der Kalmuck. – Die Kalmücken sind ein westmongolisches Reitervolk. In der Schlacht von Loiben im Jahre 1805 gehörten sie zu den russischen Truppen. Sie kämpften und fielen an der Seite der Österreicher im Kampf gegen Napoleon. Ihre Pferdedecken bleiben auf dem Schlachtfeld zurück. Der Kalmuck-Janker mit seinem typischen Muster zählt seither zur traditionellen Wachauer Tracht und wird bis heute getragen.

In dieser Woche lesen Wachauer aus aller Welt.