Kapitel 7

Rechtsanwälte und Kulturmanager.

Die Wachau liegt mitten in Europa. Sie gehört zu Niederösterreich, dem Bundesland, das Wien umgibt, von dort ungefähr 80 Kilometer stromaufwärts. „Unterdessen erreichten wir die Gegend von Melk, wo in einer Biegung des Flusses noch heute steil das herrliche, mehrmals im Lauf der Jahrhunderte restaurierte Stift aufragt.“ Im Stift Melk beginnt und endet Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“: Anno 1327 schreibt der greise Mönch Adson von Melk in seiner Stiftszelle „die denkwürdigen und entsetzlichen Ereignisse“ nieder.

In dieser Stiftszelle las Pater Burkhard Ellegast, der von 1975 bis 2001 der 66. Abt des Klosters Stift Melk war, aus „Das Evangelium nach Pilatus“ von Eric-Emmanuel Schmitt, der als Atheist in die Sahara ging und als Gläubiger aus ihr heraus kam. Die Wachau als Kulturlandschaft ist seit Jahrhunderten eng mit der Geschichte ihrer Klöster verbunden. Die Benediktiner von Melk und Göttweig sind Hüter eines kulturellen Erbes, das weit über die Grenzen Österreichs ausstrahlt.

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(* weiter in Kapitel 8)