Kapitel 3

Geistliche und Kulturmanager.

Ich war in Kladow, jenseits des Wannsees, fast schon in Potsdam. Es sollte regnen und die Busfahrer streikten. Aber die Fähre fuhr mich bei strahlendem Sonnenschein über den See. Ein alter Jesuitenpater las Martin Buber vor: „Welches Wort der Menschensprache ist so missbraucht, so befleckt und so geschändet worden, wie das Wort „Gott“?“. Wir redeten über Gott.

Ich war im Gefängnis, oben in Tegel. Ein Häftling, der dort viele Jahre verbrachte, las aus „Herr Lehmann“, über das West-Berliner Lebensgefühl vor dem Mauerfall. Ein feiner Mensch an einem düsteren Ort.

… *

(* weiter in Kapitel 4)