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Häftlinge lesen.
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Weihnachten, das Fest der Liebe, naht. Aber es ist auch das Fest, an dem man an die Menschen denkt, denen es nicht so gut geht. Diese Woche lesen Häftlinge der JVA Tegel in Berlin. Sie verbringen das Fest am wohl unweihnachtlichsten Ort. Sie sind dort aus verschiedenen Gründen für unterschiedlich lange Zeit. Das Schlimmste am Gefängnis ist der Verlust der Freiheit. Gibt es auch Gutes? Es gibt regelmäßiges Essen – zum Frühstück jeden Morgen Weizenmischbrot, Reform-Margarine und Marmelade. Und es gibt Zeit zum Nachdenken, zum Lesen. Muße. Hans-Georg Schwab liest aus „Herr Lehmann“ von Sven Regener. Der Roman beschreibt das West-Berliner Lebensgefühl kurz vor dem Mauerfall. Hans-Georg Schwab kam zu dieser Zeit nach Berlin und kennt es gut. Jürgen Ney liest aus „Super Agoraphobie-Therapie“ von Tish Cohen. Agoraphobie ist eine psychische Erkrankung, bei der Menschen extreme Angst haben, unter Leute zu gehen und das Haus zu verlassen. „Super Agoraphobie-Therapie“ beschäftigt sich in Romanform mit diesem Thema. Jürgen Ney hat das Buch lieb gewonnen, weil er die Problematik kennt. Dirk Grötzbach liest aus „S.s.i.u.u.u.u.h.“ von George-Luis Valentin. „S.s.i.u.u.u.u.h.“ bedeutet: „Sie sind in uns und um uns herum.“. Das Buch handelt von einem Kind das eine Vision hat. Niemand glaubt dem Kind. Später wird es die Wahrheit ergründen und dann kracht es richtig. George-Luis Valentin ist ein Berliner Autor, der beschlossen hat, all seine Werke erst dann zu veröffentlichen, wenn er das 10. Buch geschrieben hat. VolksLesen wünscht freie Weihnachten! |