Wachau liest: 38/11 Europäische Literaturtage lesen.
Vom 23. – 26. September 2010 finden die dritten Europäischen Literaturtage in der Wachau statt. Autoren und Autorinnen aus einem Dutzend europäischer Länder treffen sich in der Wachau, um zu lesen, zu diskutieren und sich kennen zu lernen.
Dies sind die Themen 2011.
Europa – eine Kultur am Rande der Welt?
Der französische Journalist Frédéric Martel behauptet, Europa sei gerade im Begriff, an den Rand der Welt gedrängt zu werden. Ganz anders der Tenor der Vorträge bei den bisherigen Europäischen Literaturtagen, den Jürgen Ritte auf den Punkt bringt: „Dieser alte Kontinent hat seine in Jahrhunderten erprobten Überlebensreflexe nie verlernt, er hat sie sogar verfeinert, hat seine internen Konkurrenzen zum Motor für gemeinsamen Fortschritt entwickelt und sich dabei zunehmend pazifiziert“.
Hinter den Kulissen des Übersetzungsmarktes?
Die Verteilung von Übersetzungen zwischen den unterschiedlichen Sprachen und Sprachräumen ist kein ausgeglichenes Spielfeld, sondern gleicht einer Kaskade. Wenige Sprachen dominieren. Und dennoch: die literarische Landkarte zeigt deutlich, wie sehr Geschichten überwiegend aus einem sehr konkreten, lokalen Umfeld heraus wachsen, dann aber oft ein weit darüber hinaus reichendes Publikum finden können.
Echte Menschen lesen virtuelle Bücher. Der digitale Buchmarkt hier und jetzt?
Wenigstens zwei fundamentale Dinge sind im Zeichen der digitalen Bücher radikal neu zu verstehen: Das Angebot an Büchern richtet sich nicht entlang der Grenzen aus, die der Buchhandel im eigenen Land gerade für angemessen hält. Vielmehr konkurriert jede einzelne Ausgabe direkt – über nur einen Mausklick – mit allen anderen, in allen Sprachen erschienenen Ausgaben eines Buchs.



