Wachau liest: 34/11 Winzer und Pädagogen.


Im Wien der vorletzten Jahrhundertwende wurde Kaiser Franz-Joseph I. bei einem Ball ein Glas Loibner Wein kredenzt. Der Kaiser sagte damals: „Ich hätte nicht gedacht, dass es in meinen Ländern so guten Wein gibt“.

Das Geheimnis der Wachauer Weine liegt im Klima und im Boden. Die pannonische Klimazone reicht von Osten her zungenförmig in die Wachau hinein. Von den Höhen des Dunkelsteiner Waldes südlich des Donaustromes und des Waldviertels im Norden strömen kühlere, feuchtere und sauerstoffreiche Luftmassen durch kleine, bewaldete Seitentäler – die Wachauer Gräben – abwärts. Es entsteht eine nahezu permanente Luftzirkulation, die die Bukettausbildung in den Trauben wesentlich beeinflusst und den daraus gekelterten Wein prägt.

Der Boden ist das zweite Geheimnis der Wachau – verwitterte Urgesteinsböden auf den Bergterrassen, die sich talabwärts stellenweise mit kleinen Lößinseln überdecken und in leichte, sandige Böden übergehen. Mit ihrem äußerst bescheidenen Fruchtansatz pro Rebstock tragen gerade die Berglagen zum Ruhm der Wachauer Weine bei, weil sich in ihnen eine anderswo selten erreichte geschmackliche Dichte mit dem klaren Bukett der Trauben verbindet. (*)

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VolksLesen erkundet auf Einladung der Europäischen Literaturtage von Juli bis September 2011 die Leselandschaft Wachau. Bewohner der Wachau lesen aus Büchern vor, die Ihnen am Herzen liegen.

VolksLesen.tv in der Wachau wird betreut und gestaltet von Helfried Kriener.

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