Theodor Fontane war nicht nur Schriftsteller, sondern auch Journalist.Dorothee Krings liest aus einer seiner Theaterkritiken, in der er eine Aufführung des Stückes „Graf Waldemar“ von Gustav Freitag im Jahre 1850 am Landestheater Prag lustvoll verreißt.
Für Wolfram Goertz ist Franz Kafka der Allergrößte. Er sagt, dass Bruno Ganz sagt: „Kafka ist Marmor!“ Deshalb liest er vom Allergrößten das Allerkürzeste – „Das nächste Dorf“.
Lothar Schröder liest aus „Berliner Kindheit um neunzehnhundert“ vonWalter Benjamin, weil es eines der schönsten und tollsten Sprachkunstwerke ist, die es gibt. Daraus die Erzählung „Das bucklichte Männlein“.
Annette Bosetti liest eines der schönsten Liebesgedichte, das sie kennt: „Es ist aussichtslos – sagt die Einsicht – Es ist was es ist – sagt die Liebe“ von Erich Fried.
Philipp Holstein liest aus „Briefe an Felice“ von Franz Kafka, weil es ein schönes Dokument über die Schwierigkeiten einer Fernbeziehung ist. Franz Kafka lernt die Berlinerin Felice Bauer im August 1912 im Hause Max Brods in Prag kennen. Im September setzt jene Briefflut von Prag nach Berlin ein, deren Ton sich dann sehr schnell von »Sehr geehrtes Fräulein« über »Liebstes Fräulein« zu »Liebste« steigert.
Was ist Kunst? Richtig! Ein Schrank. Daniil Charms war der russische Meister des Absurden. “Über ihn haben nicht nur die Straßenjungen gelacht”, erzählt Druskin, “sondern auch intelligente Menschen, sogar seine Schriftstellerkollegen, wie ich es einmal im Haus der Schriftsteller erlebt habe. In solchen Fällen wurde er mutlos, ließ den Kopf hängen, wich zurück vor der menschlichen Dummheit, Beschränktheit und Banalität.” Bertram Müller liest die Erzählung „Der Zusammenhang“.Die Welt ist unübersichtlich. Überall passiert was. Immerzu.
Deshalb gibt es Redakteure. Aus der Flut der Informationen schöpfen sie das, was für die Leser interessant ist, heraus und bereiten es auf. Sie wahren den Überblick.
Die Kulturredakteure der Rheinischen Post sind bei ihren Recherchen auf VolksLesen gestoßen. Deshalb die Sommeraktion, “Die Lieblingsbücher der Kulturredaktion“, bei der sie für ihre Leser mal nicht schreiben, sondern vorlesen.
Was ist Kunst? Richtig! Ein Schrank. Daniil Charms war der russische Meister des Absurden. “Über ihn haben nicht nur die Straßenjungen gelacht”, erzählt Druskin, “sondern auch intelligente Menschen, sogar seine Schriftstellerkollegen, wie ich es einmal im Haus der Schriftsteller erlebt habe. In solchen Fällen wurde er mutlos, ließ den Kopf hängen, wich zurück vor der menschlichen Dummheit, Beschränktheit und Banalität.” Bertram Müller liest die Erzählung „Der Zusammenhang“.
“Gedichte schreiben muss man so, dass, wenn man das Gedicht gegen das Fenster wirft, das Glas zu Bruch geht.” Daniil Charms.
