11/11 Musikerinnen lesen.
Franziska Drechsel, Geigerin / Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, liest aus „Im dreißigsten Jahr“ von Ingeborg Bachmann. „Wenn einer in sein dreißigstes Jahr geht, wird man nicht aufhören, ihn jung zu nennen. Er selber aber, obgleich er keine Veränderungen an sich entdecken kann, wird unsicher; ihm ist, als stünde es ihm nicht mehr zu, sich für jung auszugeben. Und eines Morgens wacht er auf, an einem Tag, den er vergessen wird, und liegt plötzlich da, ohne sich erheben zu können, getroffen von harten Lichtstrahlen und entblößt jeder Waffe und jeden Muts für den neuen Tag.“
„Musik ist im Wesentlichen gestaltete Zeit (im Gegensatz etwa zur bildenden Kunst, die den Raum gestaltet). Sie ist das Ergebnis der sich, einem Spinnennetz ähnlich, vermehrenden Mikro- und Makrobeziehungen. Wenn in diesem Prozess etwas geformt wird, dann nicht so sehr das Material selbst, sondern die Beziehungen, die das Material bildet und die durch das Material getragen werden.“ sagt Peter Faltin.
„Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an.“ sagt E.T.A. Hoffmann.
In dieser Woche lesen Musikerinnen.
Dieser Beitrag wurde vor am Sonntag, 13. März 2011 um 14:19 Uhr veröffentlicht und unter Allgemein, Startseitenbeitrag gespeichert.Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen.
Kommentare sind momentan deaktiviert, aber Sie können einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.